NEU ab 25. Mai 2018!

 

 

Ab dem 25. Mai 2018 gilt die neue EU- Datenschutzgrundverordnung EU-DSGVO

 

Bitte informieren Sie sich hier: Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Datenschutz und Gesundheit

 

 

 

 

Seit 1. April 2017

Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, zu deren Umsetzung wir verpflichtet sind, biete ich ab April 2017 für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV  in der Praxis eine Psychotherapeutische Sprechstunde an. Für Privatversicherte gelten weiterhin die in ihrem Versicherungsvertrag genannten Bedingungen für ​Psychotherapie.

Eine Stellungnahme der KBV und von Psychotherapeutenverbänden zu den Neuerungen lesen Sie bitte hier im verlinkten Artikel der Ärztezeitung.

 

2. Artikel und Kommentare zur Änderung

 

Aus meiner Sicht bedeutet die Umsetzung der Gesetzesvorlage Folgendes: Gab es bisher eine Kurzzeittherapie mit 25 Stunden, gibt es jetzt eine Kurzzeittherapie mit zunächst 12 Stunden, die auf 24 Stunden verlängerbar sind. Eine Verschlechterung um eine Stunde. Eine Psychotherapeutische Sprechstunde muss vorgehalten werden, in der die Diagnostik erfolgen muss und die für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ab April 2017 verpflichtend ist, für Patientinnen und Patienten der GKV ab April 2018. Ohne die Sprechstunde darf ab April 2018 (!) keine Therapie mehr begonnen werden. Die Anzahl der Therapieplätze kann dadurch nicht erhöht werden!

Eine Überweisung einer Hausärztin/Fachärztin oder eines Hausarztes/Facharztes beinhaltet keinesfalls den Anspruch auf einen Therapieplatz. Hier wird es weiterhin - neben anderen Faktoren- auf freie Therapieplätze ankommen.

Für meine Patientinnen und Patienten war ich bisher bei Bedarf immer telefonisch erreichbar, das wird sich in Zukunft durch die Vorgabe auf die festgelegte 2-mal 50 minütige oder 1-mal 100 minütige telefonische Sprechzeit begrenzen, die auch durch eine Praxisangestellte oder ein Callcenter erbracht werden kann. Ein Anrufbeantworter wird zum Aufsprechen nicht mehr geschaltet sein, da Anrufe ausschließlich während der telefonischen Sprechzeit entgegengenommen und beantwortet werden werden.  Die telefonische Sprechzeit wird nicht vergütet, das kommt einer Realkürzung des Honorares gleich, das schon lange unangemessen zu niedrig (zuletzt das Sozialgericht Marburg) und seit 19 Jahren nicht verfassungskonform ist.

Die sogenannte Probatorik wurde von 5 auf 4 Stunden zusammengestrichen. Auch hier wird mir die 5. Stunde in Zukunft fehlen, da ich bisher großen Wert auf eine vernünftige und umfassende Diagnostik Wert legte, die eben häufig ihre fünf Stunden benötigt, in manchen Fällen sogar mehr. Ab April 2018 ist die Probatorik vor Aufnahme einer Psychotherapie Pflicht. Worin hier eine Verbesserung für Patientinnen und Patienten ergeben soll, bleibt mir unklar, da ich bisher die Probatorik immer voll ausschöpfte.

Die Sprechstunde findet ab 2. Mai 2018 ausschließlich nach Vereinbarung statt. Dafür stehen bis zu 3-mal  50 Minuten (6-mal 25 Minuten) zur Verfügung. Im Rahmen dieser Sprechstunden kann abgeklärt werden, ob eine sogenannte Störung von Krankheitswert nach den Psychotherapierichtlinien vorliegt oder nicht. Eine eventuell nötige Weiterbehandlung kann bei vorhandenen freien Therapiestunden und -plätzen (die sich durch diese Vorgabe seitens des Gesetzgebers nicht erhöhen!) in meiner Praxis erfolgen. Bitte beachten Sie hierbei jedoch, dass die Weiterbehandlung nach der Sprechstunde nicht automatisch in meiner Praxis stattfinden kann. Sie erhalten von mir eine Bescheinigung mit dem Ergebnis und der besprochenen Empfehlung der Sprechstunde.

Sollten Sie darüber Unmut empfinden, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Der Zusammenschluss der GKV wollte diese Änderung genau so.

Ab April 2018 ist die Psychotherapeutische Sprechstunde (mit entsprechender Bescheinigung) Voraussetzung für den Beginn einer Akutbehandlung oder Psychotherapie für Patientinnen und Patienten. Ausgenommen hiervon sind dann Patientinnen und Patienten, die sich in einer rehabilitativen Maßnahme oder einer stationären psychiatrischen oder psychosomatischen Behandlung befanden, oder die einen Behandler-/innen- wechsel vornehmen. 

Im Anschluss an die Sprechstunde kann sich eine sogenannte Akutbehandlung oder eine Psychotherapie - mit vorausgehender Probatorik, 2-4-mal 50 Minuten- anschließen.

Akutbehandlung

Die Akutbehandlung soll zur Besserung akuter psychischer Krisen beitragen. Sie kann bis zu 24-mal à 25 Minuten oder bis zu 12-mal à 50 Minuten durchgeführt werden. Im Anschluss an die Akutbehandlung, die der Stabilisierung dient, kann eine Psychotherapie mit bis zu 60 Stunden angeschlossen werden. Die Stunden der Akutbehandlung werden dabei mit denen der bei Ihrer Krankenkasse zu beantragenden Psychotherapie verrechnet.

Gegebenenfalls kann auch eine andere ambulante, teil- oder vollstationäre Maßnahme empfohlen werden.

Sollte nach der Diagnostik absehbar sein, dass eine Akutbehandlung nicht ausreichend ist, kann auch sofort mit einer längeren Psychotherapie begonnen werden, sofern ein Therapieplatz frei ist.

Wie sich allerdings die Macher dieser neuen Bestimmungen vorstellen, eine/n Patientin/Patienten nach 12 Sitzungen Akuttherapie in eine andere Behandlungsmaßnahme zu überführen, bleibt mir rätselhaft. Es scheint so, als hätten sie nie etwas von therapeutischer Beziehung gehört. Ebenso fraglich bleibt es, woher die freien Klinikkapazitäten zu einer Behandlungsfortführung nach Beziehungsabbruch kommen sollen?

Sollten Sie darüber Unmut empfinden, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Der Zusammenschluss der GKV wollte diese Änderung genau so.

Psychotherapie 

Vor Aufnahme einer Psychotherapie müssen sogenannte Probatorische Sitzungen stattfinden. Nach der Ersten kann ein Antrag auf Psychotherapie gestellt werden und bis zur Bewilligung durch die Krankenkasse können weitere (max. weitere drei) Probatorische Sitzungen stattfinden. Bisher musste die Probatorik vor Therapiebeantragung abgeschlossen sein. In einigen Fällen mag das Vorteile bringen, in den meisten ist dies nicht als Gewinn zu betrachten, da eine ausführliche und verantwortungsbewusste Diagnostik mehrere Stunde dauern und dann erst zur einer Beantragung von Psychotherapie erfolgen kann. Somit werden auch in Zukunft für die meisten Patientinnen und Patienten Wartezeiten zwischen Probatorik und Therapiebeginn entstehen. Die Psychotherapie ist beantragungs- und je nach Dauer (Akuttherapie wird angerechnet)- bei mehr als 24 Stunden auch gutachterpflichtig, oder wenn vor Ablauf von 2 Jahren erneut eine Therapie beantragt wird, oder die Krankenkasse im Einzelfall die Einschaltung eines Gutachters fordert. Es kann bei Bedarf direkt ein Antrag auf Langzeittherapie (max. 60 Stunden) gestellt werden. Eine Verlängerung ist um weitere 20 Stunden auf maximal 80 Stunden bei gegebener Indikation möglich. 

Terminservicestellen

Weiterhin müssen die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen ab April 2017 auch freie Termine bei Psychotherapeuten/-innen vermitteln. Dabei geht es um Termine für die Psychotherapeutische Sprechstunde und eine sich aus der Abklärung ergebende erforderliche zeitnahe Behandlung. Innerhalb von 4 Wochen sollen so Termine analog zu denen bei Fachärztinnen/ Fachärzten auch bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vergeben werden. Wenn dies nicht möglich ist, soll eine zeitnahe Aufnahme in eine Klinik erfolgen.

"Wunschtermine" oder "Wunschtherapeutinnen/-therapeuten" sind nicht möglich. Wer einen Termin unabgesagt verstreichen lässt, verwirkt den Anspruch auf Terminvermittlung. Woher allerdings auf einmal zusätzliche Therapieplätze kommen sollen, da gleichzeitig nicht mehr Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zugelassen werden, bleibt schleierhaft, ebenso wie die Beantwortung der Frage nach freien Klinikplätzen.

Sollten Sie darüber Unmut empfinden, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Der Zusammenschluss der GKV wollte diese Änderung genau so.

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Das Schönste an diesem Text ist, was Sie daraus machen!

 

 

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Dipl.-Psychologin

Birgit Wiegand

Psych. Psychotherapeutin (VT)

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